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Karl Leipold (1864-1943)
Die Homepage über Karl Leipold soll dazu beitragen, dass dieser deutsche Maler nicht vergessen wird. Sie soll auch Forum sein für alle, die Bilder von Leipold besitzen, sie vorstellen, verewigen oder auch zum Kauf anbieten möchten.
Ich hoffe, dass es uns gelingt, über diesen modernen Weg Karl Leipold einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Ich selbst bin mit Leipold durch meine Eltern verbunden, die leidenschaftliche Sammler seiner Bilder waren. Und ich liebe vor allem seine Norddeutschen Motive und Seestücke, die häufig aus dem Blick des Seemanns - nämlich vom Wasser aus - gesehen werden und seine Venedig-Bilder, die mich stark an William Turner erinnern. Sein Spätwerk ist sicher umstritten - ich zeige hier trotzdem Bilder davon, auch die Werke aus der Sonderschau, gezeigt in der Großen Deutschen Kunstausstellung 1942 im Haus der Deutschen Kunst in München.
Die Sammlung der Familie Kinkel und das besondere Verhältnis meines Vaters zu Karl Leipold ist in dem Buch "Der Maler auf Störort" präsentiert. Dieses Buch habe ich mit meinem Vater zusammen erarbeitet zum 125. Geburtstag Leipolds herausgegeben. Mehr dazu in der Rubrik "Literatur".
Intensiv beschäftigt sich Hans-Peter Widderich, Glückstadt, mit Karl Leipold, hat einige Ausstellungen organisiert und sich um das Lebenswerk des Künstlers gekümmert und verdient gemacht. Er ist der wichtigste Chronist von Leben und Wirken Karl Leipolds.
Nachdem es viele Jahre sehr ruhig um Leipold war, erreichten mich in den vergangenen zwei Jahren über diese Homepage erstaunlich viele Anfragen. So kamen Hinwendungen aus Kanada, den USA, Asien, England und ganz Deutschland. Es handelt sich meist um Erben von Leipold-Bildern, die mehr über den Maler und ihre speziellen Bilder wissen wollen. Einige möchten sie auch gerne verkaufen. Die früheren Besitzer der Bilder - so wurde mir bei den Gesprächen oft bestätigt - hätten "ihren Leipold" meist wie einen Augapfel behütet und geliebt. Eine offensichtlich weite Verbreitung hat die zur Sonderschau 1942 herausgegebene Mappe erreicht. Ein größerer Teil der Anfragen bezog sich auf dieses Werk.
Unvermittelt kann man aber auch heute noch ganz lebensnah auf Leipold stoßen. Bei einer Versammlung in einem Weinhaus in Hamburg traute ich meinen Augen kaum: Mir gegenüber hing ein echter Leipold. Den Wirt darauf angesprochen erfuhr ich, dass er das Bild von seinem Vater übernommen hätte. Er selbst hatte keine Ahnung von Leipold. Neue Interessenten für Leipold-Bilder haben manchmal ganz andere Beweggründe, als die direkte Beziehung zu ihm. Einem Venedig-Liebhaber konnte ich aus einem Gasthaus in der Nordheide ein großes Rialto-Motiv von Leipold vermitteln. Es war ganz gelb geworden durch Jahrzehnte langes Hängen im Zigarettenrauch. Frisch restauriert, neu gerahmt und effektvoll angestrahlt ziert es nun die große Diele seines Hauses.
Hans-Raimund Kinkel
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